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Da Ferencvaros nach dem
Zwangsabstieg endlich wieder in der obersten Liga spielt, wollte man sich
auch das zweite Derby in dieser Saison nicht entgehen lassen! An Bord waren im Nachtzug YB-Schwester Nadjeschka, Ujpest-Lad Zyleta und in einem anderen Abteil ein San-Lorenzo-Supporter aus BS. Die Zugfahrt war eher ruhig.
Der Schaffner hatte irgendwas gegen Zyleta und nörgelte
andauernd an seinem Verhalten rum (war wohl Fradi
Fan!). In Wien mit dem neuen Nachtzug nur paar Minuten Halt, reicht nicht mal
für kleinen Imbiss. Im Barwagen gabs
dann das erste Bier - war auch schon 9 Uhr! In Budapest angekommen herrliches
Wetter, über 25 Grad.


Kleiner Stadtbummel nach Hotelbezug direkt beim Keleti.
An der Donau ist Budapest wirklich wunderschön. Aber man war ja auch nicht
zum ersten Mal in Budapest. Nun bekam man die Info, dass man über eine Stunde
anstehen muss für die erstmals eingeführte Fancard
inkl. registrieren und Fotos. Also direkt zum Stadion. Dort wirklich schon
lange Schlangen aber irgendwie schaffte man es doch und ist nun stolzer
Besitzer der Fradi-Fancard. Auch traf man auf Fradi-Kumpel Lazi, dem man so
einiges zu verdanken hatte bei einem Vorfall vor zwei Jahren!!


Die Stunden vor dem Spiel verbrachte man an den kultigen
Bierbuden und Kneipen direkt beim Stadion. Sehr lecker das Dreher Bier. Auch
hier fiel das doch hohe Durchschnittsalter und die vielen trainierten Leute
mit nicht allzu langen Haaren auf - sehr gut bewacht von abartig vielen
Polizisten. Sollen über 1000 gewesen sein. Langsam drängten die Cops die Leute von der U-Bahn weg, das heisst der Ujpest-Sonderzug musste bald ankommen. Und dann kamen sie
mit grossem Getöse an. Flaschen flogen und das erste Gas lag in der Luft. Aber
es war relativ einfach Ujpest in den Block zu
schleusen, der direkt beim Aufgang der Bahn war. Wir begaben und dann auch
zum Block. Ich wurde von zwei Ordnern durchsucht und danach nochmals von zwei
Polizisten. In den Block kommt man wirklich nur mit Code. Herrlich alter
Block, aber Toiletten und Essstände wirklich etwas zu old
school. Wie überall in Ungarn gabs
natürlich Bier.


Fradis mit Blockfahne und etwas Rauch. Ujpest nur mit Schwenkfahnen und paar DHs.
Gute Hassgesänge auf beiden Seiten. Was wäre Ungarn nur ohne dieses Derby?! Ujpest hatte Away-Block ganz
gut gefüllt. Spiel noch ganz ok, aber doch nicht
allzu hohes Niveau. Fradi mit etwas Pech mit zwei
Holztreffern. Ujpest 0:1. Im Stadion bekam man noch
Hochprozentiges, als wir uns als Schweizer zu erkennen gaben...Während Spiel
immer wieder Rauchtöpfe, was auch die berüchtigten Securities
aufmarschieren liess! Nach Spiel konnte man erwarten, dass es noch einen
heissen Tanz vor dem Ujpest-Block geben wird. So
war es denn auch. Cops knüppelten auf alles, was in
Nähe stand und leerten ganze Familienpackungen mit Gas. Überall Leute, die um
Luft rangen und auch Verletzte. Und Nadja hatte das Vergnügen zweimal eine
Gasladung abzubekommen... Irgendwann wurde dann Ujpest
rausgeführt, was aber niemand mitbekam.


Die Lage hatte sich also beruhigt, was aber die Cops
nicht abhielt mit Pferden und 30-Mann-Trupps in die Leute zu rennen - da war
gut Panik angesagt. Wir zogen uns dann zurück in die nächste Kneipe, wo noch
eine gute Party gefeiert wurde mit den Fradis. Held
des Tages war dort Legia, der ein Foto seines Sohnes
zeigte mit dem Ferencvaros-Shirt. Auch wurde noch geliirt über grosse FTC-Auftritte
gegen Millwall und in Pressburg! Abgeschlossen
wurde die Tour mit ungarischem Durchschnitt: MTK-Debrecen
und Vacas-Kispest (Honved
noch guter Pöbel und sicher klar die Nummer 3 in Budapest). Fazit: Top Tour. Tipp
noch: Nach Budapest immer gutes Schuhwerk mitnehmen, da die Strassen oft löcherig...
Einige Bilder von den übrigen Budapest-Spielen:



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