Ferencvárosi TC

 

 

0:1

 

Zus.: 9'000

NB I (Ungarn)

30.04.2010

 

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Ujpest FC

 

 

 

Da Ferencvaros nach dem Zwangsabstieg endlich wieder in der obersten Liga spielt, wollte man sich auch das zweite Derby in dieser Saison nicht entgehen lassen! An Bord waren im Nachtzug YB-Schwester Nadjeschka, Ujpest-Lad Zyleta und in einem anderen Abteil ein San-Lorenzo-Supporter aus BS. Die Zugfahrt war eher ruhig. Der Schaffner hatte irgendwas gegen Zyleta und nörgelte andauernd an seinem Verhalten rum (war wohl Fradi Fan!). In Wien mit dem neuen Nachtzug nur paar Minuten Halt, reicht nicht mal für kleinen Imbiss. Im Barwagen gabs dann das erste Bier - war auch schon 9 Uhr! In Budapest angekommen herrliches Wetter, über 25 Grad.





Kleiner Stadtbummel nach Hotelbezug direkt beim Keleti. An der Donau ist Budapest wirklich wunderschön. Aber man war ja auch nicht zum ersten Mal in Budapest. Nun bekam man die Info, dass man über eine Stunde anstehen muss für die erstmals eingeführte Fancard inkl. registrieren und Fotos. Also direkt zum Stadion. Dort wirklich schon lange Schlangen aber irgendwie schaffte man es doch und ist nun stolzer Besitzer der Fradi-Fancard. Auch traf man auf Fradi-Kumpel Lazi, dem man so einiges zu verdanken hatte bei einem Vorfall vor zwei Jahren!!





Die Stunden vor dem Spiel verbrachte man an den kultigen Bierbuden und Kneipen direkt beim Stadion. Sehr lecker das Dreher Bier. Auch hier fiel das doch hohe Durchschnittsalter und die vielen trainierten Leute mit nicht allzu langen Haaren auf - sehr gut bewacht von abartig vielen Polizisten. Sollen über 1000 gewesen sein. Langsam drängten die Cops die Leute von der U-Bahn weg, das heisst der Ujpest-Sonderzug musste bald ankommen. Und dann kamen sie mit grossem Getöse an. Flaschen flogen und das erste Gas lag in der Luft. Aber es war relativ einfach Ujpest in den Block zu schleusen, der direkt beim Aufgang der Bahn war. Wir begaben und dann auch zum Block. Ich wurde von zwei Ordnern durchsucht und danach nochmals von zwei Polizisten. In den Block kommt man wirklich nur mit Code. Herrlich alter Block, aber Toiletten und Essstände wirklich etwas zu old school. Wie überall in Ungarn gabs natürlich Bier.





Fradis mit Blockfahne und etwas Rauch. Ujpest nur mit Schwenkfahnen und paar DHs. Gute Hassgesänge auf beiden Seiten. Was wäre Ungarn nur ohne dieses Derby?! Ujpest hatte Away-Block ganz gut gefüllt. Spiel noch ganz ok, aber doch nicht allzu hohes Niveau. Fradi mit etwas Pech mit zwei Holztreffern. Ujpest 0:1. Im Stadion bekam man noch Hochprozentiges, als wir uns als Schweizer zu erkennen gaben...Während Spiel immer wieder Rauchtöpfe, was auch die berüchtigten Securities aufmarschieren liess! Nach Spiel konnte man erwarten, dass es noch einen heissen Tanz vor dem Ujpest-Block geben wird. So war es denn auch. Cops knüppelten auf alles, was in Nähe stand und leerten ganze Familienpackungen mit Gas. Überall Leute, die um Luft rangen und auch Verletzte. Und Nadja hatte das Vergnügen zweimal eine Gasladung abzubekommen... Irgendwann wurde dann Ujpest rausgeführt, was aber niemand mitbekam.





Die Lage hatte sich also beruhigt, was aber die Cops nicht abhielt mit Pferden und 30-Mann-Trupps in die Leute zu rennen - da war gut Panik angesagt. Wir zogen uns dann zurück in die nächste Kneipe, wo noch eine gute Party gefeiert wurde mit den Fradis. Held des Tages war dort Legia, der ein Foto seines Sohnes zeigte mit dem Ferencvaros-Shirt. Auch wurde noch geliirt über grosse FTC-Auftritte gegen Millwall und in Pressburg! Abgeschlossen wurde die Tour mit ungarischem Durchschnitt: MTK-Debrecen und Vacas-Kispest (Honved noch guter Pöbel und sicher klar die Nummer 3 in Budapest). Fazit: Top Tour. Tipp noch: Nach Budapest immer gutes Schuhwerk mitnehmen, da die Strassen oft löcherig...

Einige Bilder von den übrigen Budapest-Spielen: