|
NK Olimpija Ljubljana
|
0:1 Zus.: 2’000 Prve Lige Slovenije 17.10.2009 |
NK Maribor
|
|
Der Zug war pünktlich. Einen Bericht zum Spiel Ljubljana-Maribor mit dem Erwähnen eines literarischen
Klassikers zu beginnen, scheint erstmal sehr abstrus. Man muss jedoch
bedenken, dass sich auch die Idee sich slowenischen Fussball anschauen zu
gehen, nicht unbedingt in die Kategorie „normal“ einordnen lässt. Die Anreise
sollte ursprünglich einmal gemütlich werden. Dummerweise befanden sich im
Schlafabteil nebenan bekannte Gesichter – an stundenlangen Schlaf war somit
nicht mehr zu denken. In Ljubljana angekommen, wurden erst einmal die
Formalitäten, wie Übernachtung, Essen und was es da sonst noch gibt,
geregelt. Danach widmete man sich wieder dem Essenziellen: Wie kriegen wir
Tickets für Spiel? Die Antwort auf
diese Frage war überraschend simpel – einfach den Herrn mit der dunklen (oder
vielleicht doch beigen?) „Henry Lloyd“-Jacke
ansprechen und sich nach einem Ticket erkundigen. Freundschaftspreis für die
Schweizer Gäste = 0 Euro. Bei unserem anschliessenden Belohnungs-Lasko
stellten sich uns auch die Maribor-Anhänger vor.
Kurzes „über-den-Platz-rennen“ und sich
anschliessend wieder aus dem Staub machen. Spricht nicht wirklich von guter
Erziehung. Das schien sich auch die Polizei zu denken und verhaftete an
Stelle der flüchtigen Gäste die anwesenden Grün-Weissen.
Eine sündhaft teure Taxifahrt später standen wir
vor den Toren der provisorischen Heimstätte des NK Olimpija
Ljubljana. Da sich zwei der anwesenden Personen (die Betroffenen möchten
anonym bleiben) kurzeitig identitätslos fühlten, verzögerte sich der Einlass
ins Stadion um einige Minuten. Zum Spiel selbst gibt es nicht viel zu
erzählen – ich möchte es gerne als „Grottenkick“ bezeichnen, aber das wäre
dann schon wieder etwas gar hart. Der Support von Seiten Ljubljanas war wenig
überzeugend, Maribor wusste besser zu gefallen. Im Übrigen
wurde dieses Spitzenspiel vor gerade mal 2'000
Zuschauern ausgetragen, diese Zahl spricht wohl Bände.
|
||