Arsenal de Sarandí

 

Arsenal's Crest

 

 

2:0

 

Zus.: 1’500

Copa Libertadores

09.04.2008

 

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Fluminense FC

 

 

Ein Abendspiel der Copa Libertadores weckt gewisse Erwartungen. Mit dem Taxi fuhr ich früh genug in den Randbezirk Sarandi, wo noch vom Esel gezogene Wagen den Verkehr behindern. Die Gegend um das Stadion ist nicht die beste und die spärliche Beleuchtung macht die Sache auch nicht besser. Aber alles noch im erträglichen Rahmen. Trotz den sprachlichen Differenzen hielt ich schliesslich das gewünschte Ticket in der Hand. Eine Stunde vor Spielanfang war noch ziemlich wenig los. Ausser ca. 200 Brasilianer war das Stadion noch ziemlich leer. Zu dem Zeitpunkt konnte ich noch nicht ahnen, dass sich an dem Abend nicht mehr nicht mehr allzu viele Leute ins Stadion verirrten.

 

 

Die Leute von Flu waren schon vor dem Spiel zeitweise gut am singen. Der Arsenalpöbel kam pünktlich zum Anpfiff ins Stadion wie das in Argentinien so üblich ist. Nun war die Zahl der aktiven etwa ausgeglichen, rund 300 auf jeder Seite. Es wäre übertrieben, die Stimmung als sehr gut zu bezeichnen, aber sie war ok. Dem Spielverlauf nach wurde es im Gästeblock immer leiser und Arsenal bemühte sich weiterhin recht ordentlich ihr Team zu supporten. Ein Lied entpuppte sich als ein besonders hartnäckiger Ohrwurm. Auf dem Feld lieferten beide Teams eine dürftige Vorstellung ab. Irgendwie gelang es Arsenal den Ball zweimal über die Linie zu schieben und gewann am Schluss mit 2-0. 

 

 

Nach dem Spiel gab es eine zwanzigminütige Blocksperre bis die Brasilianer das Stadion verlassen hatten. Nun folgte der mühsame Teil des Abends. Wie zu erwarten war nach dem Spiel weit und breit kein Taxi in Sicht. Schliesslich lief ich rund zwei Kilometer bis zum erst besten Kiosk und erklärte der Frau mit sensationeller Zeichensprache meine Absicht, dass sie mir ein Taxi rufen soll. Wenig später verabschiedete ich mich von der hilfsbereiten Frau und fuhr mit dem Taxi zurück nach San Telmo zur Unterkunft. Es wäre kein authentischer Argentinien-Bericht, wenn er nicht so enden würde: Und schliesslich liess ich den Abend mit dem ein oder anderen grossen Quilmes ausklingen.