Dynamo Dresden - Braunschweiger TSV

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Am Donnerstagabend machten wir uns zu zweit auf nach Basel um den Euro-Night-Liner zu besteigen. Unterwegs (in einem Ort wo man nicht wohnt) stiegen noch zwei weitere Gesellen ein. Schon gut besoffen bestieg man um 21.00 Uhr den Zug nach Berlin, da der direkte nach Dresden angeblich ausgebucht war. An der Bar machten wir uns erstmal hinter die gelagerten Bierreserven. Einige gingen schon bald mal schlafen, während andere aus ihrem Winterschlaf erwachten und eine mitreisenden Gynäkologin endlos zuliirten. Da man ja auf jeden Franken angewiesen ist, haben wir Ruhesessel (Sleeperette) gebucht. Da uns diese „Käfige“ schnell zu unbequem wurden, zogen wir es vor im Velowagon auf dem Boden zu schlafen. Mit der Decke und dem Nackenkissen, sponsered bei Euro-Night-Liner, machten wir es uns gemütlich. Doch kaum eingeschlafen wurde man aufs übelste gestiefelt, von dem Herren, der einen Termin beim Frauenarzt hatte.

Mit einem mächtigen Brummschädel ging es erstmal in Berlin auf Kulturreise. Den Reichstag, die Schweizer Botschaft und das Brandenburgertor reichen völlig aus. Noch kurz eine Currywurst und eine frisches Bier zum Frühstück und weiter ging es mit der S-Bahn nach Berlin Prenzlauer Berg. Im Hoolywood ergatterten wir uns noch schnell ein paar Habseligkeiten, da wir auch schon wieder auf den Zug nach Dresden mussten. Da alle Plätze reserviert waren riss man kurzerhand die Reservationsbelege weg und hatte sich so einen Platz bis Dresden gesichert. In Dresden angekommen war man schon wieder ziemlich blau und gönnte sich erstmal eine Currywurst. Im nahe gelegenen Ibis-Hotel buchte man schnell ein Zimmer, gönnte sich eine Dusche und schon gings auf zum Ground. Bei leichtem Regen (ohne gedeckte Plätze) verbrachte man das Spiel in der Stadionkneipe in mitten von ca. 50 guten zum Teil älteren Herren. Nach dem Spiel wollte man erst noch ins Rotlichtviertel, auf Grund des mächtigen Bierkonsums beschloss man, sich eine wohlverdiente Ruhepause zu gönnen.

 

Chemnitzer FC – Sachsen Leipzig

Am nächsten Morgen machten wir uns mit dem Wochenendticket nach Chemnitz auf. Nach gut einer Stunde Bus- und einer halben Stunde Zugfahrt kam man wieder gut gefüllt am Bahnhof Chemnitz an. Da keiner von uns wusste, wo sich das Stadion befindet, wendeten wir uns an unseren Freund und Helfer. Der meinte freundlich: „Gehen Sie einfach immer der Polizei hinterher“ und tatsächlich fand man so den Weg, durch unzählige fast unbewohnte Strassen, den Weg zum Stadion. Beim Ticketkauf im himmelblauen Kassenhäuschen wurde man aufs schärfste von einer betagten Rentnerin angeschnauzt. Das Spiel hatte wenig Unterhaltungswert und da begann auch schon wieder das sinnlose geliire mit zwei einheimischen Damen. Dies wurde aber von einem nicht ganz feinen Spruch eines Mitreisenden getrübt. Der Herr Reiseführer musste in allem Ernst „Scheiss Ossis“ rufen……. Geschockt wurde man nun von den ortsansässigen Rentnern auf der Haupttribüne beäugt. Nach dem Spiel machten wir uns auf den Heimweg, da es nichts zu sehen gab, was wohl an den gut 150 Grünen lag.

Zurück in Dresden kaufte man sich erst Proviant für die anstehende Heimreise, bevor man noch etwas essen ging. Nach mächtig Bier- und Schnappskonsum konnte man erst in Leipzig die Zugsbar entern. Dort das übliche Spiel, man liirte einen mitgereisten Koch aus dem Globihotel aus Disentis zu .Der eine Herr hatte wohl einen über den Durst getrunken und machte es sich, nachdem er sich die halben Eingeweide aus dem Leib gekotzt hat, vor der Zugstoilette bequem. Der andere schaffte es nur noch in den Mittelgang neben seinen Sessel. So ziemlich auf der Fresse wollte man erst noch zum Spiel Concordia Basel – Luzern fahren. Nach dieser Nacht mochten wir jedoch nicht 5 Stunden in Basel saufen bis es zum Spiel gegangen wäre. So machten wir uns auf direktem Weg nach Hause.

Fazit der Reise: Im Osten gibt es billiges Essen und Bier, Spiele waren ziemlich lausig und Ruhesessel sind asozial.