AEK Athen - PAOK Saloniki

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Für ein verlängertes Wochenende ging es bereits am Freitag los nach Athen. Mit der, für die Olympischen-Spiele, total renovierten Metro kam man schnell ins Stadtzentrum, wo man sein Hotel mitten im Islamistenviertel hatte. Anfangs etwas mulmig ab den dutzenden Islamisten, die den ganzen Tag Schmuggelzigaretten auf offener Strasse verticken, „gewöhnte“ man sich langsam daran. Da das Spiel erst am Sonntag war, hatte man genügend Zeit sich um Tickets zu kümmern. An der offiziellen Vereinsadresse gab ein Passant uns zu verstehen, das das Büro „zerstört“ sei. Also machte man sich auf zum Olympiastadion in der Hoffnung dort eine Vorverkaufsstelle zu finden. Diese waren aber geschlossen um man kaufte sich auf dem Schwarzmarkt ein Ticket für 15 Euro. Den Freitag und Samstag das Nachtleben erkundet, musste man feststellen, dass die Griechinnen doch sehr zu gefallen wussten. Am Samstag noch schnell für jüdische 12 Euro auf die Akropolis raufgekraxel, machte man sich am Sonntag zeitig auf zum Stadion.

Am Eingang dann der kleine Schock, alle mussten Ihren Ausweis zeigen, um eine Kontrolle weiter zu kommen. Als Ausländer lies man uns auch ohne Ausweis durch, man musste lediglich seine Personalien auf dem Ticket notieren, diese Teil wurde an der zweiten Kontrolle abgetrennt. Also auch in Griechenland macht man gewisse Modeerscheinungen mit. Das Stadion war mit ca. 45'000 Zuschauern etwas mehr als zur Hälfte voll. Rechts und links des Gästesektors wurden je 3 Blöcke leer gelassen, sowie der ganze Unterrang hinter dem Tor. Man hatte Plätze direkt neben dem AEK-Sektor, wobei das ganze Stadion, bis auf die ca. 2'000 mitgereisten PAOK-Fans, bei allen Liedern gut mitmachten, die Stimmung auf Athener Seite das ganze Spiel über recht gut. Die Auswärtsleute konnte man auf Grund der Entfernung nur ganz selten hören. Was mich jedoch erstaunte, war dass absolut keinn Hass aufkam. Auf dem Platz ging es dagegen recht hitzig zu her. Bereist nach 3 Minuten verschoss PAOK einen Elfmeter und nur kurze Zeit darauf flogen auf dem Platz die Fäuste und je ein Spieler durfte frühzeitig duschen gehen. AEK gewann das Spiel souverän mit 2:0.  

Fazit: Den wahren griechischen Fussball haben wir wohl nicht erlebt, diesen sieht man wohl nur in den Heimstadien der jeweiligen Vereine. Da ist es jedoch sehr schwierig an Tickets zu kommen, da die meisten Stadien recht klein sind.