RSC Anderlecht - Cercle Brügge

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Statt auszuschlafen hiess es um viertel vor sechs aufzustehen und den Zug richtung Belgien zu besteigen. Zu sechst ging’s also zuerst nach Köln wo wir die Stunde Aufenthalt nützten um uns ein paar Kölsch zu genehmigen. Mit viel Bier und guter Laune ging dann die Fahrt nach Brüssel recht schnell vorbei. In Brüssel angekommen bezog man zuerst einmal die Zimmer. Dort wartete schon die erste freudige (….) Überraschung: Im Zimmer hing ein Bild unserer Kappelbrücke! Da fühlte man sich (mindestens ich...) doch schon wie zu Hause. Trotzdem verliess man das Hotel nach einem Duval an der Hotelbar sofort wieder um sich auf den Weg zum Stadion zu machen. Gemäss unserem Anderlecht-Supporter müsse man mit einem 20 minütigem Fussmarsch rechnen. Nach 40 Minuten durch zum Teil recht üble Taliban-Quartiere erreichte man dann das Constant Vanden Stock Stadion. Nachdem alle mit Namen registriert wurden hatte man die Tix, alle mit aufgedrucktem Namen, in der Hand. So konnte man sich noch dem Fanshop und den unzähligen umliegenden Beizen und Fressständen widmen. Beim essen fiel uns auf, dass scharenweise Typen mit Anzug und Krawatte und Frauen mit den besten HautCouture Klamotten zum Stadion schlenderten. Da fühlte man sich dann doch plötzlich etwas deplatziert. Vor dem Stadion traf man aber dann doch noch „Normalos“ wie wir. Nach einigen 1-Euro Bier machten wir uns mal auf die Suche nach dem richtigen Eingang und unseren Plätzen. Die Heimkurve war gut gefüllt, im Gästesektor waren ca. 100 Leute auszumachen. Zwischen Parkett und Balkon befinden sich rund ums Stadion Business-Seats und Logen. Nun wusste man auch, warum so viele geschniegelte Typen zum Stadion strömten. Zum Spielbeginn wurden von den Home-Supps einige WC-Papierrollen auf Spielfeld geworfen. Soviel zum Thema Choreo… Der Support des Heimteams war dann auch fast gar nicht vorhanden. Die mitgereisten Cercle-Anhänger machten so gut Stimmung wie’s mit dieser Anzahl Leute halt geht. Zum Spiel gibt’s nicht viel zu sagen. Brügge ging zwei Mal in Führung, nach einem etwas kuriosen Platzverweis und Penaltyentscheid gegen Brügge war das Spiel dann doch bald entschieden. Trotzdem kam bei den Anderlecht-Anhängern nie richtig Stimmung auf. Nur bei Auswechslungen konnte man erkennen was hier möglich wäre, wenn alle mitmachen würden.

Nach dem Spiel verköstige man sich noch kurz bei den diversen Ständen vor dem Stadion. Die Verpflegungsmöglichkeiten vor dem Stadion sind wirklich überragend. Es gibt alles was das Herz begehrt, zu Preisen die fast schon lächerlich tief sind. Danach ging’s dann mal richtung City. Nach zwei, drei Kulturbesichtigungen widmete man sich noch etwas dem Alkohol. Der Ausgang in Brüssel rund um den Grand Place ist wirklich empfehlenswert!