Brescia - Fiorentina

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Nachdem die Bullen uns vom Stadionparkplatz vertrieben hatten, erhielten wir die Anweisung einiger Brescia Ultras die Cops bei Gelegenheit umzuhauen, was wir jedoch unterliessen. In der Kurve standen alle um brennende Mülltonnen oder gaben Böller und Fackeln durch den Zaun. Wir beschlossen für 25 Euro auf die Gegentribüne zu gehen. Jeder der an diesem Abend nicht genug warm angezogen war hatte definitiv die Arschkarte gezogen. Dichter Nebel machte das ganze auch nicht viel gemütlicher. Erwärmend waren die Intros der beiden Fangruppen, Fiorentina hatte ausnahmsweise mal keine Violetten Rauchtöpfe sondern ein gutes Dutzend Fackeln mit vielen Fahnen und DH’s.. Brescia hatte eine zweifarbige Bengalreihe. Die Curva Sud, die sich neben dem Gästesektor befindet hatte per Spruchband fünf Schweigeminuten angekündet, in Gedenken an ein verstorbenes Mitglied (Arbeitsumfall). Vor Spielbeginn rief das auch den Präsidenten und die Familie auf den Plan um Mitleid auszusprechen. Kurz vor Kick Off kam es hinter der Kurve zu kleinen Unruhen, was viele zum Gaffen animierten, war aber wohl nicht der Rede wert. Wieder 100% wach war man nach den üblen Knallern, was besonders die Italien-Neulinge beeindruckte. Stimmungsmässig hatten wohl beide Szenen schon bessere Auftritte. Selten wurde es richtig laut, dann aber ordentlich. Nach fünf Min begann dann auch die Curva Sud zu singen was zeitweise etwas zur Reizüberflutung führte.

Das Spiel verlief sehr schleppend ohne viele Höhepunkte. Einer der Höhepunkt auf den Rängen war das Intro der Sud. Eine Reihe mit Fackeln kombiniert mit römischen Lichtern. Die Hälfte der Fackeln flog auf das Netz des Gästesektors. Wie das früher wohl abgegangen ist.. Das Spiel verlief weiterhin schleppend und endete mit einem gerechten 1:1.. Nach dem Spiel staute die Polizei den Verkehr bis die Gästefans weg wahren. Ich war erst mal froh im warmen zu sein. Nachdem das Auto sicher im Bahnhofsparkhaus stand, schaute man sich nach etwas Essbaren um. Kapuze hoch und böse schauen, nur so fiel man im asozialen Bahnhofsviertel nicht auf und einige waren deshalb auch froh als man im Zug nach Venedig sass. Um 1 Uhr Nachts traf man in Venedig ein und nahm das Nachtvapuretto zum Lido. Die fahrt hatte absolut Style denn Venedig lag im tiefen Nebel und es war totenstill. Das Hotel war 17 Euro pro Kopf und das Zimmer absolut Ok! Kurz ein paar Moretti getrunken und ab ins Bett.  

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