Färöer - Schweiz

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Bereits im Vorfeld liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Flüge gibt es bekanntlich keine direkt auf die Inseln so brach man via Basel erstmals nach Luton, London auf. Hier angekommen charterte man sofort ein Taxi, welches uns nach Stanstead bringen sollte. Aufgrund der hohen Alk-Preise im Norden, entschloss man sich bei einem der legendären Tesco-Supermärkte sich noch mit Bier einzudecken. Schlussendlich spazierte jeder von uns mit je einem 24ger Karton Bier/Cider wieder hinaus. Im Vorfeld wurde abgeklärt, dass die Färöer in der EU sind und die Einfuhr auf 110 Liter „beschränkt“ ist…mehr dazu später. Für die Weiterfahrt deckte man sich kurzerhand noch mit ein paar extra Bierchen ein. Der Taxifahrer - sehr aufgeschlossen - machte sogar ein extra Piss-Stopp für uns. Ebenfalls stellte sich heraus, dass er es gar nicht mag von „Möchtegern-Porsche-Fahrern“ überholt zu werden….. Bald mal wurde der Benzin (nicht das Bier!) knapp und eine Tankstelle musste gefunden werden. Hier angekommen stürmte man hinaus um sich von der angestauten Harnflüssigkeit zu entledigen – irgendwo in einer englischen Kleinstadt…! Mit vollem und „leerem“ Tank ging es dann zügig nach Stanstead weiter. Doch beim Checkin-Schalter das böse Erwachen. Gem. eines Sachverständigen von den Färöer-Inseln, ist es nur erlaubt drei Liter Bier einzuführen pro Person ebenfalls sind die Färöer-Inseln nicht in der EU…na toll! Wie ging es jetzt nun mit unseren drei 24ger-Kartons weiter. Abgeben? Verschenken? Nach kurzer Verwirrtheit, sichtete man ein paar Schweizer-Supporter und man verteilte die überflüssigen Biere unter den Eidgenossen. Mit einem tollen Level begab man sich dann an Bord der BAe 146-200. Schon bald wurde uns seitens der „Kabine-Crew“ klar gemacht, dass der Bierkonsum so nicht weitergeführt werden konnte….sehr unverständlich für uns aber mit ein paar Tricks wurden dann bis zum Endziel fast alle Can’s „klar gemacht“! Der Transfer mit dem Linienbus vom Flughafen nach Thorshavn verlief problemlos. Hier bekam man schon mal einen ersten Eindruck der wundervollen Landschaft. Ebenfalls zeigte sich der Busfahrer sehr kooperativ als es wieder einmal mehr um einen Piss-Stopp ging...! Angekommen am Endziel, machte man sich sofort auf den Weg ins Cafe Nature. Aber die Färinger sind unter der Woche nicht wirklich zum feiern aufgelegt. Alle Bars und Clubs schließen bereits um 23.00 Uhr! Doch für heute war das wohl auch ganz okay so.

Bereits um 07.30 Uhr stolperte man in die City von Thorshavn. Da es zu dieser Jahreszeit praktisch keine Nacht gab, kam es uns vor, dass es rund um die Uhr hell sein muss. Somit war dann am morgen mal Schluss mit schlafen und man begann mit dem Mietauto die Insel zu erkunden. Landschaftlich sehr interessant und sehenswert. Bei einem Bootsausflug verschaffte man sich noch den Anblick von der Meerseite auf die wunderbaren Klippen der Küste. Ebenfalls laufen auf der ganzen Insel Schafe so ziemlich frei herum. Gewissen Leuten gefiel dies so sehr, dass sie beim Anblick jeweils die Autohupe betätigen mussten. Am Abend wurde die City unsicher gemacht. Gestartet wurde im „Bungalow“ mit einem längeren Apero….! In der City angekommen, spielte eine Rock-Cover-Band ein paar harte Riffs und man zog sich hier noch etwas Sound rein eh es dann ins Cafe Nature weiterging. Bei ein paar „Fishermans-Shots“ und Färinger-Bier bekam man bald Lust einen Club aufzusuchen. Man genoss das Nachtleben und bei der Heimkehr gaben sich ein paar Leute noch die Kante mit Sir Sörensen. Wobei noch das einheimische Walfleisch sowie Trocken- Schaffleisch gekostet wurde.

Nach kurzer Nacht machte man sich auf den Weg nach Toftir zum Länderspiel. Der Ground liegt auf einem kleinen Hügel oberhalb des Fischerdorfes. Stadion mehr als klein und doch etwas baufällig aber irgendwie kultig, dass hier Fussball gespielt wird. Die Aussicht auf die umliegenden Fjorde sowie die Landschaft war dafür umso schöner. Der Auswärtssektor war übelstem Wind ausgesetzt so entschloss man sich kurzerhand auf die Gegentribüne zu wechseln. Hier hatte man einen guten Überblick auf das Spielfeld sowie die Fans. Die Schweiz gewann verdient mit 1-3. Nach dem Spiel gönnte man sich noch ein paar Bierchen und machte sich bereit für die Heimreise via London wo man sich noch einen Shopping-Aufenthalt gönnte.

Fazit: Färöer ist eine Reise wert. Landschaft eindrücklich. Bierpreise erdrückend.