SG Eintracht Frankfurt

 

 

 

2:2

 

Zus.: 50300

1. Bundesliga

22.10.2020

 

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1. FC Nürnberg

 

 

 

Auf dem Weg in die Finanzmetropole schmolz meine grosszügige Zeitreserve (wieder einmal aufgrund eines Personenunfalls) wie das Eis in der Sonne - mit einer erhöhten Transpiration wurde das ehemalige Waldstadion aber doch noch pünktlich erreicht. Es sollte sich gelohnt haben: Die Intros gehörten zwar eher zur einfallslosen Sorte (einige Schwenkfahnen und Doppelhalter), aber in Sachen Lautstärke und Geschlossenheit vermochten beide Fanblöcke von Beginn weg zu überzeugen. Und auch die Spieler waren um einen ereignisreichen Start bemüht - anders lässt sich das dämliche Handspiel vom unbedrängten Polak im eigenen Strafraum nicht erklären, welches eine frühe Frankfurter Führung mit sich brachte.



Im direkten Gegenzug - der grenzenlose Jubel hatte sich noch nicht gelegt - kamen die fränkischen Gäste postwendend zum überraschenden Ausgleich. Die Arena kochte, doch mussten die Zuschauer alsbald feststellen, dass die Akteure auf dem Rasen ihr hohes Anfangstempo nicht aufrechterhalten konnten - und auch in den Fankurven schien nur noch der harte Kern an einem dauerhaften Support des eigenen Teams interessiert; dank mehreren (vergebenen) Torchancen der Frankfurter Adler kehrte die überdurchschnittliche Atmospähre jedoch noch vor der Halbzeitpause zurück in die (nahezu) ausverkaufte Commerzbank-Arena, welche erst seit einigen Monaten in neuem (WM-)Glanz erstrahlt.



Aus dem Nichts, und durch einen abgelenkten Freistoss, konnten die Nürnberger in der 50. Minute erneut beide Arme zum Jubeln in die Höhe reissen, um noch vor Ablauf einer Stunde wiederum den Ausgleich hinnehmen zu müssen, als ein Streit'scher Freistoss an Freund und Feind vorbei ins Tor flog - ein ständiges Auf und Ab auch für die Anhänger und deren (ebenfalls schwankenden) Supportbemühungen. Auch am heutigen Sonntag schienen die beiden Unentschiedenkönige der Bundesliga (schnell) zufrieden mit der gerechten Punkteteilung - erfolgsversprechende Torchancen waren eher selten und schliesslich machten sich doch alle Anwesenden (halbwegs) zufrieden auf den (tlw. langen) Heimweg.