Hertha BSC Berlin

 

 

 

2:3

 

Zus.: 74’500

1. Bundesliga

03.03.2020

 

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FC Bayern München

 

 

 

Da man schon früh in Berlin ankam, reichte die Zeit noch für ein reichhaltiges Mittagessen im Wilden Löwen. Anschliessend mit der S-Bahn zum Stadion, wo zuerst die reservierten Tickets abgeholt wurden. War wohl gut dass ich diese reservieren liess, denn das Stadion war erstmals seit dem WM-Final wieder ausverkauft, und auch ein Schwarzmarkt war nicht auszumachen. Im Innern des Stadions erblickte ich dann erstmal den ganzen Kirmes der mittlerweile wohl zu einem Fussballspiel dazugehört: Schminken, Hüpfburg, Torwandschiessen oder Ratespiele und vieles mehr. Positiv zu erwähnen ist da nur der kleine Stand unter der Ostkurve, wo so Magazine wie Grenzgänger oder Erlebnis Fussball angeboten werden.

 

 

Ausgerüstet mit den praktischen 1l Bierbechern dies im Stadion gibt, bezogen wir dann den Platz im Oberring de Gegengerade. Gleich zu Beginn des Spiels dann geiler Support aus dem Hertha Block, die "Hertha, Hertha"-Rufe waren schon sehr laut und auch andere Gesänge kamen recht gut rüber. Dazu wurde teilweise eingehängt, gehüpft und auch ne nette Schalparade war zu bestaunen. Nach dem Doppelschlag der Bayern (30' und 31') herrschte dann kollektiver Schock bei den Herthanern und es war gar nichts mehr zu hören. Ganz enttäuschend auch was aus der Bayern Kurve kam, praktisch gar nichts. Die ca. 150 Nasen die 90min Dauersupport veranstalteten, vermochten natürlich nicht wirklich Akzente zu setzen, wenn der Rest des Blocks nichts dazu beiträgt...schade!

 

 

Im zweiten Durchgang dann jeweils kurzes aufkommen von Stimmung bei den  Anschlusstoren der Hertha, aber richtig laut wurde es nicht mehr im Stadion. Mitte zweiter Halbzeit präsentierten die Berliner noch ein grosses Spruchband mit der Aufschrift "Bilder sprechen Bände - macht dem Innenraumverbot ein Ende!". Auch auf Seiten der Gäste wurden noch etliche Spruchbänder ausgerollt ("Kategorie Repression - and the Oscar goes to", "EGH-unser Leben geht euch nichts an" oder "Klischee weiblicher Fussballfan? Mission erfüllt". Auch wenn ich schon bessere Stimmung erlebt habe, war wenigstens das Spiel absolut sehenswert! So ging es nach dem Spiel noch zu Hanne am Zoo (Fussballkneipe beim Bahnhof-Zoo, gehört dem ehemaligem Bayern- und Hertha-Spieler Hans Hanne Weiner) auf ein paar Bier.

 

 

 

Türkiyemspor Berlin

 

 

 

0:0

 

Zus.: 112

OL Nordost-Nord

04.03.2020

 

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Torgelower SV Greif

 

 

 

Nach leckerem Frühstück im Cafe Kranzler und schönem Spaziergang durch die Bergmannstrasse kam man am in Kreuzberg gelegenen Katzbach Stadion an. Seit 1914 steh hier der Sportplatz welcher 1924 auf eine Kapazität von 12000 aufgestockt wurde (Stadionrekord aus dem Jahre 54 bei BFC Südring-Hertha BSC mit 10000 Leuten). Seit dem erneuten Umbau 1981 bietet das Stadion noch 5000 Zuschauern Platz, doch von solchen Zahlen war an diesem Tag nur zu träumen. Gerade mal 112 Zahlende fanden sich im heute denkmalgeschützten Stadion ein, um Türkiyemspor gegen das ehemalige 2.Liga Team der DDR aus Torgelow (hiessen damals noch BSG Stahl Torgelow) zu sehen.

 

 

Immerhin haben ca. 35 Fans des Torgelower SV Greif die Reise in die Hauptstadt mitgemacht, diese boten ausser sporadischen "Torgelow, Torgelow"-Rufen und einem nervigen Horn gar nichts. Von Seiten der Gastgeber war gar nichts zu hören und auch das Spiel war noch etwas schlimmer als langweilig. So kam man noch etwas mit den Torgelowern ins Gespräch und probierte noch den leckeren Börek den es im Stadion gab. Auf den türkischen Tee habe ich dann aber verzichtet...

 

 

Dank dem speziellen Flair dieses alten Stadions und dem leckeren essen hat sich der Ausflug nach Kreuzberg trotzdem gelohnt. Danach ging es noch etwas auf Sightseeing-Tour  bevor der Tag bei Hanne mit dem TV Spiel Huelva-Atletico und ein paar Berliner Kindl ausklang.