Inter Bratislava - Petrzalka

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Am Karfreitag ging die Reise gen Osten los. Da man die gepflegtere Variante über Wien der doch abenteuerlicheren Reise der anderen Reisegruppe über Prag vorzog. Im Vierer Abteil war noch eine ältere Frau mit ihren zwei Enkelntöchterchen im Teeniealter. So benahm man sich doch sehr und trank ruhig zwei Dosen Bier und quatschte etwas über die Stadt Bern von wo sie herkamen. Irgendwann pennte man ein, plötzlich gab es einen Knall. Die eine Tochter war wohl etwas unruhig im Schlaf(!) und flog von der dritten Etage zu Boden. Schien ihr aber nicht viel gemacht zu haben. Ich machte dann sofort das GABI... Als man erwachte hiess auch schon den Zug wechseln, Stadion von Rapid sehr gut zu sehen von Bahnstrecke Hütteldorf aus. Anstatt ein Ostasso Zug erwartete einen ein sehr schöner zweistöckiger Pendelzug von Wien nach Bratislava. Name des Zuges: Wiesel Express mit einem grossen, gemalten Wiesel auf jedem Abteil drauf... In Bratislava angekommen traf man sich mit den zwei Unioner und Original Musso. Waren unterwegs mit einer Einheimischen und ihrem Privattaxichauffeur die uns ihre Wohnung zum pennen zur Verfügung stellen sollte (!?). So gings auch direkt zur Wohnung die direkt beim Slovan Stadion war.

Die beiden Stadien von Inter und Slovan sind übrigens nur durch eine Strasse getrennt. Wohnung ziemlich klein, na ja besser als eine Ausnüchterungszelle... Unsere Dame wollte aber nicht zum Spiel und so liefen wir die paar Meter zum Inter Stadion und natürlich direkt in die Kneipe. So kann man sich wohlfühlen, Halbliter Bier für gerade mal einen Franken... Schnitzel mit Pommes für vier Franken. Im Stadion angekommen leisteten wir uns natürlich Haupttribüne für 2.50FR. Als man einen Schal posten wollte hiess es, sie hätten nur zwei und die hätten sie eben verkauft. Ausser Anstecknadel gabs aber nicht viel gescheites. Wirklich schönes Stadion aber sehr dürftig besetzt. Schätze etwa 1000Zuschauer davon etwa 30 Gästefans die als einzige etwas Stimmung machten. Einheimischer Fanblock gab es nicht. In der Pause traf man dann auf einen Stuttgarter Kickers Supporter der mit drei Leverkusener unterwegs war. Einer der Levs kannte übrigens unseren Tanzbär und Panda von einer Istanbul Tour. Wie klein die Welt doch ist... Mit ihnen verabredete man sich auch für das nächste Spiel in Pilsen. Sie wollten nach dem Spiel noch irgendeinen Ground in Tschechien machen. Spiel sehr schwach und so verbrachte man einen grossen Teil der 2.Halbzeit am Bierstand, wo Musso sagte unsere Slowaken Magd meine vier Leute seien doch etwas zuviel für ihre kleine Wohnung, zwei müssten ein Hotel suchen! Spiel war nun auch zu Ende. Müder 0:0 Kick. Aber egal. Neuer Länderpunkt.

Zurück gings wieder in die gemütliche Kneipe wo man sich vollends die Kante gab. Am Nebentisch beschwehrte sich übrigens ein Ehepaar aus Aarau über den Lärm und erzählte was von ihrem FC Aarau. Dass das Geliere nun ins  Unermessliche stieg muss ich wohl nicht erläutern... Als Höhepunkt fiel einer der Unionern von seinem Barhöcker und fast auf
den Tisch des nun endgültig genervten Ehepaares. So nun aber zurück in die Wohnung. Die Dame war nun aus irgendwelchen Gründen aufgeregt und so zogen wir es vor solidarisch alle auf den Pennplatz zu verzichten und fuhren mit Sack und Pack zu Hauptbahnhof. Anstatt des Gepäck zu verschliessen und ins Nachtleben zu stürzen, kaufte sich Musso eine Sportzeitung und wir diskutieren in krassester Hoppermanier wohin wir jetzt fahren könnten. So einigten wir uns auf das Heimspiel von Bobby Brno wo glaub der FC Basel mal im UIC antreten musste. Vollgepackt mit Bier fuhren wir am Abend nach Brünn. Nach einer turbulenten Zugfahrt mit etwas Schaffnerstress kamen wir mitten in der Nacht in Brno an. Einige gingen in eine Spielhalle. Ich wollte allerdings etwas vom Nachtleben sehen und bagab mich alleine in eine Disco. Sehr gepflegt und allerlei hübsche einheimische Orlovski Verschnitte... Ziemlich angetrunken liess man für kurze Zeit seinen Rucksack aus den Augen und schupp weg war er. Aergerlich natürlich vor allem der Pass, den Rest kann man ja wieder posten. Da man etwas den Orientierungssinn verloren hatte, sass ich mich in die nächstbeste Strassenbahn die frühmorgens fuhr und wartete bis man
irgendwann wieder am Hauptbahnhof ankam. Und wirklich nach einer freiwilligen Stadtbesichtigung fuhr die Bahn direkt vor den Bahnhof. Die anderen sind wie ich erst jetzt erfuhr in der selben Nacht nach Prag gefahren und sind nun beim Spiel des Prager Clubs Victoria Zizkov der seine Heimspiele immer zur kultigen Zeit um Sonntag 10.15 austrägt. Damit war das erste Abenteuer erledigt und ich fuhr von Brno durch halbe Tschechien direkt in die BierstadtPilsen.