Lazio - AS Roma

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Morgens um 6 Uhr kam ich nach einer Holperfahrt in Rom an. Ich war wohl der einziger der schon wach war und so musste ich mir der Weg durch die schlafenden Penner bahnen. Die Sehenswürdigkeiten konnte ich im Schnelldurchlauf machen und gegen Mittag schloss ich mich den anderen 3 Baslern an um das Derby zu schauen. Vor dem Stadion konnte man genau sehen wer Groundhopper war und wer nicht, den kein Italiener hat bei 22 Grad kurze Hosen an.

Zwei Stunden vor Spielanfang war man im Stadion und die beiden Kurven waren schon ordentlich voll. Kurz vor Spielbeginn wollten ein paar Jugendliche den Kurveneingang stürmen aber hatten nicht die geringste Chance gegen die Polizei. So wurden sie in den nahen Park gejagt wo es wohl einige blutige Köpfe gab. Wie üblich waren die Kurven eine Stunde vor Kick-Off schon am Singen und man konnte auf beiden Seiten sehen wie an einer Choreo gearbeitet wurde. Lazio hatte eine Fahnenchoreo in den Clubfarben und Roma etwas ähnliches mit Luftballonen und einer kleinen Blockfahne. Bei der Mannschaftsvorstellung der AS Rom und der Clubhymne war die komplette Gästekurve umgedreht, ein super Bild. Nach 30 Sekunden gab’s die erste dicke Möglichkeit für die As Roma. Zu diesem Zeitpunkt an hatte man keine Ahnung wie sich das Spiel noch entwickeln würde. Man kann sagen was man will, aber Lazio wusste Stimmungsmäßig zu jedem Zeitpunkt zu überzeugen! AS fehlt im Moment eine richtige Führung, was sich auch etwas auf die Stimmung auswirkte. Zu beginn der zweiten Halbzeit waren die dennoch sehr Stark.

Das Spiel war unterirdisch schlecht! Währen 90 min gab’s nur jeweils eine Chance (!) auf beiden Seiten. Es war nun wohl jedem klar das man sich auf ein Unentschieden geeinigt hatte, was auch die Tabellensituation für beide begünstigte. Aber beide Kurven waren nun am ausflippen, gemeinsam sangen sie gegen die Mannschaften nieder.. Feiglinge hallte es durch das Rund.  Praktisch alle Laziofans drehten nun dem ‚Spiel’ den Rücken zu und beim Abpfiff flog von allen Seiten Unmengen an Gegenständen aufs Spielfeld. Die Spieler schlichen unter einem massiven Pfeifkonzert davon, einzig Di Canio zeigte Courage und entschuldigte sich bei den Ultras. Nach dem Spiel blieb es mehr oder weniger friedlich.

Fazit: Das Derby  hatte zwei Gesichter. Stimmungsmäßig war es voll OK, wobei man Lazio hervorheben muss. Das Spiel war eine einzig bittere Enttäuschung!