NK Maribor

 

 

 

1:1

 

Zus.: 8000

UEFA-Cup (Quali)

24.08.2020

 

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FK Partizan Beograd

 

 

 

Nachdem man sich vom Schock der Aso-Groundhopper in Skopje erholt hatte und die knapp zehn Stunden Autofahrt inkl. Schlafhalt auf einer Raststätte überstand, traf man kurz nach Mittag im kleinen aber feinen Maribor ein. Als erstes machten wir uns auf den Weg zur Touristinformation um uns ein gepflegtes Hotel empfehlen zu lassen. Kurze Zeit später wussten wir auch schon, dass das Spiel vom Abend ausverkauft ist. Dieses Mal war sogar ich überrascht, dass dies so war. Etwas verwirrt, aber mit nicht minder guter Laune, machte man sich auf um den Ski-Weltcup-Hang zu besichtigen. Gewissen Leuten gefiel das so gut, dass sie das Hotel für den Winter schon vor Ort gebucht hatten. Andere beliessen es bei einem gemütlichen Lasko

 

 

Weiter ging’s zu unserem Hotel etwas ausserhalb von Maribor. Für knapp 22 Euro/Person erwartete man ja definitiv nicht allzu viel, war dann aber mehr als überrascht und erfreut, als man sich in einem frisch renovierten(?) zweistöckigen (!) Zimmer mit zwei TVs, Stereo-Anlage und Top-Bad wieder fanden (die Anschrift wird gegen einen kleinen Unkostenbeitrag auch an weitere Interessenten weitergegeben J). Kurz frischgemacht und verpflegt machte man sich per Taxi auf den Weg zum Stadion. Ganz im Gegensatz zu Beograd war da aber mehr als zwei Stunden vor dem Spiel noch weniger als gar nichts los und so begab man sich auf einen der grösseren Plätze und genehmigte sich weitere Bierchen. Die Polizei zeigte sich immer wieder (sogar mit Pferden!), aber nicht im Übermass. Gewisse Partizan-Leute setzten sich noch in unsere Nähe und wurden umgehend von der Polizei besucht. Eine Stunde vor dem Spiel ging’s Richtung Stadion und da wurden wir in den Gassen noch beinahe von der Polizei, die mit Vollgas und Blaulicht aber ohne Sirene (!) durch die Gassen raste, „verkarrt“.

 

 

Beim Stadion war man sehr auf den Schwarzmarkt gespannt, da es ja keine Selbstverständlichkeit ist, dass Maribor-Spiele ausverkauft sind. Das „gespannt sein“ hätte man sich allerdings sparen können, denn nach nur wenigen Minuten beim Stadion wurden einem vor der Haupttribüne schon Tribünen-Tickets zu Originalpreisen (CHF 20) angeboten. Nach dem der Kauf getätigt wurde, genehmigten wir uns wieder ein Bierchen und waren dabei bestimmt nicht alleine (wie das Photo zeigt).

 

Passendes Foto von Wiesel wird folgen… ;-)

 

Zum Spielbeginn begab man sich dann auf die Plätze, dummerweise für die Mitfahrer hatte nur ich wirklich einen guten Platz und die anderen beiden durften das Spiel vom Eingang aus im Stehen verfolgen. Die Heimkurve hatte zu Beginn eine Choreo mit Bändern und einer Blockfahne, sah gut aus. Die knapp 8'000 (darunter etwa 250 Gäste) machten von Beginn an guten Lärm, auch wenn alle ausser der Kurve nur immer „Maribor, Maribor, Maribor“ riefen, war es doch ganz schön laut und häufig. Zu erwähnen gibt es allerdings noch den Wechselgesang mit der Kurve. Die Kurve brüllte „Maribor“ und der Rest des Stadions „Sampion“, kam ebenfalls ganz gut rüber.

 

 

Das Spiel begann sehr gut, das Heimteam gab ordentlich Gas und so wurde es im Stadion zu Beginn auch nicht so schnell ruhig.. Leider gelang auch hier dem Auswärtsteam/Hinspielsieger ca. nach 30 Minuten das erste Tor. Aber im Gegensatz zum Spiel von Roter Stern war diese Führung der Gäste für das Heimteam kein Beinbruch, da Maribor auch ein Auswärtstor (Hinspiel 2:1) auf dem Konto hatte. Immerhin hatten die Partizanen nun einen Grund um ordentlich zu spinnen und das taten sie auch. Etwa 25 Bengalen brannten plötzlich im Block und allesamt landeten auf dem Feld oder der Laufbahn, Knaller wurden gezündet und der Support war von diesem Zeitpunkt an auch einiges besser. Vom Spiel her steckten die Slowenen nie auf und kämpften weiter, leider nicht ganz glücklich und auch nicht besonders ideenreich im Angriff, so brachten sie es auch nicht über den Ausgleich hinaus.

 

 

Immerhin blieb es spannend bis zum Schluss und da die Serben bei jeder noch so kleinen Berührung zu Boden gingen und liegen blieben, waren die Gemüter auch immer schön auf Betriebstemperatur (allerdings gab es, ausser vielleicht aus der Kurve, keine Gesänge gegen die Serben, was mich auf Grund der Vergangenheit und der hitzigen Situation auf dem Platz überraschte). Die Supporters von Maribor hatten kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ebenfalls eine schöne Pyro-Aktion verbunden mit einem Spruchband gegen mateschitz und Co. auf Lager. Dazu wurde noch ein weiters Transparent mit „Against moderne Football“ hochgehalten, gute Sache! *RESPECT*

 

 

Von den Serben gilt es noch zu erwähnen, dass man sehr häufig den „Gruss“ sah in der Kurve und die Einwechslung eines schwarzen Spielers auf ihrer(!) Seite ebenfalls mit dem „Gruss“ und einigen „U-u-u-h“-Rufen kommentiert wurde. Ironie: der bis dahin beste Partizan-Spieler war ebenfalls schwarz, na ja. Ansonsten präsentierte sich der Block sehr geschlossen und nach dem Tor auch bis zum Ende immer wieder etwas lauter.

 

 

Nach dem Spiel machte man sich auf zum Hotel und genoss noch kurz das schöne Zimmer, ehe es dann am Morgen nach einem 1A-Frühstück zurückging in die Heimat. An den Osten muss man sich gewöhnen, aber man war ja wahrscheinlich nicht das letzte Mal da.