Millwall - West Bromwich

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Am Ostersamstag gings zu viert nach London, wo man nach einem kurzen Flug bereits um 8.00 morgens eintraf. Mit der Tube erreichte man Paddington wo nach kurzen Suchen das gebuchte

Hotel gefunden wurde.  Da das Zimmer noch nicht bezogen werden konnte, deponierte man das Gepäck kurzerhand an der Reception. Wenig später wurde man auch schon von unserer London-Verbindungsperson mit dem Auto abgeholt. Dabei handelt es sich um einen leidenschaftlichen Luzern-Hasser, der seit etwas über einem Jahr in London lebt und arbeitet. Da diese Person nicht namentlich erwähnt werden möchte, verwenden wir das Synonym Braveheart.

Es folgte eine abenteuerliche Autofahrt quer durch London bei der wohl sämtliche Verkehrsregeln missachtet wurden die es jemals gab, ein bisschen mehr Alk intus und es wäre ungemütlich geworden. Dann folgte der Höhepunkt, eine „fucking black bitch“ (Zitat Braveheart) rammte unser Auto, der 1. Verkehrsunfall unserer Geschichte, aufregend! Aber nur Blechschaden, nach kurzem Palaver und Adressenaustausch gings weiter und um ca. 11.00 traf man beim Upton Park ein. Auf 12.00 war das Spiel West Ham – Derby County angesagt, Braveheart besorgte unsere Tickets zu einem Spotpreis in einem nahegelegenen Pub. Rasch noch ein paar Bier getrunken und dann gings auch schon rein. Zum Glück hat Schmedi bereits über dieses Spiel berichtet, denn da gibt’s echt nicht mehr dazu zu sagen. Braveheart verliess den Ground entnervt in der Halbzeit, unsereiner machte in der 70sten den Abgang.

Nach einem Saufgelage im Hotelzimmer ging man schon recht bald schlafen und am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm, mit Bus und Schiff gings 6 Std. quer durch London. Am  Abend wollte man eigentlich noch gepflegt in den Ausgang, doch schaffte man es wiederum nicht das Hotelzimmer zu verlassen. Übel betrunken rief man stattdessen im 5-Min.-Takt den Receptionisten an und laberte dummer Zoigs oder sang sinnlose Lieder, ganz schlimm wurde es als dieser sich als Ajax-Fan outete, fortan beschimpfte man ihn als Ajaxjuden. Auch musste er sich bekannte Gesänge anhören, die wohl nicht separat erwähnt werden müssen. Am nächsten morgen war man froh, einen anderen an der Reception zu sehen, war einem der Vorabend doch ein wenig peinlich.

Mit der Tube gings nach Londonbridge, von wo aus man den Zug nach South Bermondsey nahm. Nach einem fünf minütigen Fussmarsch erreichte man bei schwülen Temperaturen total verschwitzt den Ground „the Den“. Wie abgemacht traf man unter der Zugbrücke auf Ben, ein Kumpel of Braveheart. Dieser hatte mehre Fanpässe und konnte uns zwei Tickets auftreiben. Anschliessend folgte man ihm und einem Paddy (Namen vergessen) zum nächstgelegenen Pub wo man sich einige Pint‘s genehmigte. Da man 3 Std. zu früh war waren dies nicht gerade wenige… nach und nach trafen noch mehr Millwall-Lads ein mit denen man sich angeregt und wohl auch ziemlich angeheitert unterhielt. Das Bier ging runter wie Öl doch gerade rechtzeitig ging’s dann zurück zum Ground. Eingangskontrolle gabs keine, bei den vielen Kameras im Stadion wohl auch wirklich nicht nötig. Die beiden Fangruppen waren hinter den Toren platziert. West Brom war mit einem ansehnlichen Mob  angereist. Für Millwall ging es um einen Platz in den Play-Offs, West Brom wird wohl direkt in die Premier League aufsteigen. Doch das Spiel hielt nicht was es versprach. Aber auf alle Fälle besser als das Samstag-Spiel, gab es doch wenigstens 2 Tore. Die Stimmung vermochte auch nicht zu überzeugen. Ab und zu Gesänge und Sprechchöre, das wars auch schon. Den Match verfolgte man meist sitzend. In der letzten Minute bekam Millwall ein Freistoss an der Strafraumgrenze, welcher haarscharf daneben ging. Dies war wohl auch der stimmungsmässige Höhepunkt dieses Spiels. Es endete 1:1 vor schätzungsweise 15'000 Zuschauern, welche sich auch hauptsächlich aufs „zuschauen“ beschränkten.

Darauf musste natürlich getrunken werden. Nach einem kurzen Abstecher ins Hotel traf man gegen Abend am Piccardilly Circus auf Braveheart. Es folgte eine üble Tour durch Soho mit seinen in- out- Szenen- und Schwulenbars. Als die letzte Bar schloss begab man sich in den Club „cheers“ wo es munter weiterging. So liirte man mit einem Comascho und Braveheart glaubte sogar Edgar Davids gesehen zu haben… der Typ stellte sich dann aber als Mike aus Vancouver vor. Tja, die Wege des Biers sind unergründlich. Die Wege der Security leider nicht, welche uns gegen 3 oder 4 Uhr des Hauses verwies. Obwohl man heftig Widerstand leistete nützte alles nix, man sah sich  gezwungen den Rückzug Richtung Hotel anzutreten.

Fazit:

Viel gesehen, noch mehr gesoffen und das Geld hat gerade mal so gereicht. Fussballerisch wie fantechnisch gibt es definitiv interessantere Ziele als die Stadt an der Themse.

by Bandwurm und Dräcksgoof