Schalke 04 - Schachtjor Donezk

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Mit dem Zug machte ich mich am Donnerstagmorgen auf Richtung Gelsenkirchen. Um 15Uhr, oder drei Stunden vor Anpfifferrreichte ich die Kohlenstadt im Ruhrpott! Am Bahnhof war schon eine feuchtfröhliche Party im Gange. Vor dem Hauptquartier des Schalker Fan Club Verbandes stehen zwei grosse Boxen und ein DJ heizt die etwa 100 anwesenden mit Schalke-Klassikern auf. Nach etlichen Veltins nehme ich dann den etwa 20minütigen Weg mit der Strassenbahn zur Arena auf mich. Dort angekommen bleibt mir noch Zeit das nahe Schalke-Museum zu besichtigen. Allerlei Erinnerungsstücke und Schalkematerialien aus 101jahren gibts dort zu bestaunen. Aber in fünf Minuten hat mans gesehen... Noch kurz den Ernst Kuzorra-Weg abgelaufen und dann ab ins Stadion. Im Oberrang der imposanten Arena machte ich es mir in der Veltins Norkurve bequem! Leider war das rund mit 52.000 Zuschauern nicht ganz ausverkauft als das Spiel begann. Die kleine Choreo mit den blau-weissen Fahnen und dem überdimensionalen Dress ist nicht weiter erwähnenswert, wie auch die Stimmung in der ersten Halbzeit. Selten wurde es laut im Stadion und als dann die Gäste auch noch das 0-1 erziehlten wurde es erst recht ruhig . Nur die etwa hundert mitgereisten Ukrainer hatten Grund zum jubeln und schwangen ihre orangen Fahnen! Nach einigen gelungenen Schalker Szenen nach dem Seitenwechsel erwachte dann endlich auch da Heimpublikum. Minutenlange Sprechhchöre aus tausenden Kehlen, Gänsehautfeeling...! Sogar die üppige ältere Dame neben mir schreit voller innbrunst mit: "Schaaalke, Schaaalke" Auch die Südkurve antwortete jetzt lautstark mit "NULLVIER" wenn ihnen aus dem Norden "SCHALKE" vorgegeben wurde. Einige Minuten wurde dieses Wechselspiel zwischen den Kurven durchgezogen und auch danach blieb die Stimmung bis zuletzt auf einem hohen Level. Doch alles half nichts, die königsblauen mussten sich mit der Niederlage und dem ausscheiden aus dem Uefa-Cup abfinden. Dementsprechend war auch die Stimmungslage der Zuschauer nach dem Spiel...kollektiver Frust! Für mich hiess es dann sofort ab ins Taxi und zum Bahnhof(12 Euro), um den Zug Richtung Amsterdam zu erreichen. Drei Stunden später sass ich dann schon in einem Coffeeshop und liess einen gelungenen Tag ausklingen...