FC Schalke 04

 

 

1:1

 

Zus.: 61’673

1. Bundesliga

20.02.2020

 

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BV Borussia Dortmund

 

 

 

Der Abschluss unserer Tour nahte - so ging es mit dem Nachtzug von Kopenhangen über Hamburg nach Gelsenkirchen zum Ruhrpottderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund. Wir trafen so um 18 Uhr im Bahnhof von Gelsenkirchen ein, wo gerade der Extrazug aus Dortmund angekommen war. So war in der Bahnhofshalle schon für etlichen Hass gesorgt. Die beiden Fanlager wurden von zahlreichen Bullen durch bewaffnete Blockaden getrennt. So konnte ausser Hassgesängen und kleinen Scharmützeln zwischen den Bullen und den Fans nichts Erwähnenswertes passieren.

 

 

Mit der S-Bahn und x-Schalke-Kutten ging es dann zu der Veltins-Arena. Auf der Fahrt wurden von den Schalkern immer wieder sehr amüsante BVB-Hassgesänge angestummen. Wir waren froh, dass man dann nach einer sehr mühsamen S-Bahn-Fahrt direkt vor der Veltins-Arena aussteigen konnte. Vor uns war also nun diese Arena, ein Sinnbild des modernen Kommerzfussballs. Da diese Derby wie immer schon seit Wochen restlos ausverkauft war, mussten wir uns nun auf den Schwarzmarkt machen, um dort noch Tickets zu ergattern. Leider waren wir nicht die Einzigen, welche ohne Tickets angereist waren.

 

 

Mischu und ich trennten uns also und gingen beide getrennt auf die Suche nach Karten. Die Suche erwies sich als eher schwierig, so war es ein grosses Glück als mir nach ca. 20 Minuten zwei Tickets zum Preis von zusammen EURO 100 angeboten wurde. Ich zögerte keinen Moment und kaufte diese. Nachdem ich Mischu wieder getroffen hatte, ging es auf ins Stadion. Wir nahmen uns einen ersten Augenschein des gigantischen Stadions, welches sich nun von Minute zu Minute weiter füllte. Wir deckten uns mit Bieren und etwas Essbarem ein, bezogen dann unsere Plätze, bevor dann der Einmarsch der beiden Mannschaften erfolgte.

 

 

Eine erwartete Choreo der Schalker oder der Dortmunder blieb aus, was uns schon mal etwas enttäuschte. Die beiden Kurven stimmten ihre Gesänge an und supporteten damit ihre Mannschaften. Das Geschehen auf dem Rasen war sehr ansehnlich und die beiden Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit vielen Chancen. Der Höhepunkt folgte nach ca. 20 Minuten als Kevin Kuranyi mit einer Direktabnahme und einem wahrhaftigen Tor des Jahres die Schalker mit 1 zu 0 in Führung brachte. Bis zur Halbzeit folgten keine weiteren Tore mehr. Auch zu Beginn der 2. Halbzeit gab es aus den beiden Fankurven nicht spektakuläres zu bestaunen. Das Geschehen auf dem Rasen konnte an das bereits Gesehene anknüpfen und die Stimmung auf den Rängen war befriedigend, aber nicht berauschend.

 

 

Aufgrund der Leistung war es dann auch verdient, dass die Dortmunder in der 80 Minute durch Zidane den verdienten Ausgleich erzielen konnten. Dann war Schluss und die beiden Teams verabschiedeten sich von den beiden Fanlagern. Wir machten uns auf, um vor dem Station vielleicht noch was zu erleben. Da aber die Dortmunder über einen Tunnel aus dem Stadion direkt zu den Extrabussen geführt wurden, konnte es zu keinem Kontakt zwischen den beiden Fanlagern kommen. Einzig kam es zu einigen kleinen Scharmützeln zwischen den Schalkern und den zahlreichen Bullen. Scheinbar wollten ca. 20 Dortmunder vor dem Spiel über den Family-Corner ins Stadion eindringen und wurden dort von Bullen und Schalkern zurückgedrängt.

 

 

 Wir machten uns also mit der S-Bahn auf den Weg Richtung Bahnhof Gelsenkirchen, um von dort über Essen weiter nach Köln zu kommen. Da wir erst morgens nach 4 Uhr einen Zug von Köln in die Schweiz hatten, nutzten wir die Chance im Kölner-Partylokal Wiener Stefi noch zwei Stunden mit einigen Kölschs die Karnevalstimmung zu geniessen.