Slavia Prag - Sparta Prag

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Am Freitag ging’s per Nachtzug richtung nächstem Länderpunkt. Mit Moscato und Bier machte man sich die Hinfahrt so richtig gemütlich. In Prag angekommen nahm man sich als erstes mal ein viel zu teures Taxi um möglichst schnell zum Hotel zu kommen. Schliesslich hatte man nicht mehr viel Zeit um zur Toyota-Arena zu gelangen, wo man sich mit einem Sparta-Lad traf. Von dort aus machte man sich mit ca. 800 Gleichgesinnten auf zu einem ca. 45minütigen Fussmarsch zum Nationalstadion Strahov. Immer wieder wurden Lieder und Schlachtrufe wie „Jude Slavie“ angestimmt. Vor Ort versuchten die Sparta-Jungs zuerst mal das Stadion zu stürmen. Dies wurde aber von den anwesenden Uniformierten mit ihren Schlagstöcken verhindert. Man besorgte sich schliesslich für ca. 6 Franken ein Ticket um ins Stadion zu gelangen. Wir waren mitten in der Sparta-Kurve. Das Spiel war nichts sonderlich spezielles. Da lief auf den Rängen schon mehr. Zu Beginn gab es eine Wurfrollen-Choreo, dann immer wieder Spruchbänder, leider konnten wir die nicht lesen, Fackeln und ein sehr motivierter Capo. Auch Slavia war nicht schlecht mit Fackeln und einigen aufgehängten Transparenten. Alles in allem eine gute Stimmung. Diese wurde auch zunehmend aggressiver. Als die im Stadion anwesenden Feuerwehrleute versuchten ein brennendes Banner innerhalb des Blockes zu löschen wurden Sie angegriffen und wieder aus dem Block gedrängt. Dies rief natürlich die Cops auf den Plan die dann ihrerseits in die Kurve stürmten und die Schlagstöcke erhoben. Dies dann aber ein eher kurzes Intermezzo. Von nun an flog alles auf die Tartanbahn was nicht Niet- und Nagelfest war. Sitze, Rauchtöpfe, Bengalen usw. Schön anzuschauen... Der Ausgleich von Slavia machte das natürlich nicht viel besser. Möchte nicht wisse, was da noch alles gelaufen wäre, hätte Slavia das Spiel noch für sich entscheiden können….

Nach dem Spiel traf man sich wieder mit unserem Prager Kollegen um noch einige Bier zu kippen. Da das Bier sowie auch das Essen, wenn man nicht gerade an Touristenplätzen ist, saubillig ist, wurde es auch nicht ein teurer Abend. 

Am nächsten Morgen wollte man noch ein Spiel der Slavia-Amateure besuchen. Nachdem man verpennt hatte und von Bandwurm und Chrogel geweckt wurde ging’s mal in Richtung des Stadions. An der U-Bahn-Haltestelle angekommen hatte man aber keinen Plan wo das Stadion sein könnte. Da die Dame an der Information auch keine Ahnung hatte ging man wieder zurück und wollte einen Markt in einem alten Schlachthof aufsuchen. Leider war dieser geschlossen… Toller Tag. Also besuchte man das grösste Irish-Pub der Stadt und verfolgte dort zwei Spiele aus England. Abends das am Tag entdeckte „Lucerna“. Nur schon des namens wegen ein Besuch wert. 

Nach einem Tag shopping ging’s dann wieder mit dem Nachtzug richtung Schweiz. Um die Reisezeit zu verkürzen kam auch hier unser Begleiter „Pösi“, für alle Unwissenden: ein Trinkspiel, zum Zuge.   

Alles in allem ein gelungener und billiger Ausflug.  Wir kommen wieder