FC Utrecht - RKC Waalwijk

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Von Brüssel ging’s am nächsten Morgen um 8.30 Uhr via Rotterdam nach Utrecht. Dort traf man sich mit zwei Utrecht-Lads. Nachdem die Tix für den Heimblock für 14.30 Euro (Haupttribüne 22.15) gekauft waren, ging’s in den Supportersclub des erst diesen Sommer fertig gestellten neuen Galgenwaard-Stadions. So was habe ich wirklich noch nie gesehen; zwei getrennte Räume mit verschiedenen Musikstiles, Bars, Discobeleuchtung und das Bier floss in Strömen. Die Musikpallette  des Dj’s reichte von holländischen Schunkelliedern bis zu Hard-Style. Der Lärmpegel wurde lauter und lauter. Die Stimmung wurde mit der Liederauswahl noch mehr angeheizt, was im folgenden Lied gipfelte: Ein holländisches Schunkellied wurde aufgelegt, plötzlich wurde mittendrin der Sound abgestellt, jemand fing an zu pauken und das ganze Lokal zu singen. Wir verstanden genau vier Wörter, die ich hier aus dem Zusammenhang rausgerissen und in falscher Reihenfolge wiedergebe.... „Ajax“ „oude“ „Gas“ und „Jouwden“. Unsere zwei holländischen Begleiter brachten Six-Pac um Six-Pac, bis 15 Minuten vor Spielbeginn die Musik abgeschaltet wurde und das Licht anging. Durchs Drehkreuz ging’s von der Disco direkt ins Stadion. Auf jeder Seite befinden sich einzelne, steil aufragende Sitzplatztribünen è je ca. 6500 Plätze. Alles in allem, auch dank dem „Drumherum“ ein sehr gelungenes Stadion! Von den ca. 50 Fans aus Waalwijk war nichts zu hören und ausser den auffälligen gelb-blauen Shirts und ein paar Fahnen auch nichts zu sehen. Der Support von Utrecht war um einiges besser als das, was man bei Anderlecht erlebt hatte. Es ist ein eher spielbezogener Support, ohne den bei uns verbreiteten Um-jeden-Preis-Dauer-Support. Dafür, bei Angriffen, Torchancen und Eckbällen eine ohrenbetäubende Lautstärke. Ausser zwei, drei Pauken wurden keine „stimmungfördernen“ Hilfsmittel wie Doppelhalter oder Fahnen eingesetzt. In der ersten Halbzeit ging Waalwijk 1-0 in Führung. Nach der Pause, die wieder in der Disco verbracht wurde, erhöhte der RKC sogar auf 2-0 und Utrecht sah aus wie der sichere Verlierer. Auch dank dem stetigem Nach-vorne-treiben der Zuschauer wurde Utrecht besser und besser und schoss mitte 2. Halbzeit den Anschlusstreffer und den Ausgleich. Acht Minuten vor Schluss schoss Utrecht gar noch den viel bejubelten Siegtreffer.

Nach dem Spiel ging’s auf direktem Weg per Bus zurück zum Bahnhof um unsere Heimreise an zu treten. Diese wurde um einiges mühsamer als geplant. Zuerst wurde unser Zug umgeleitet und wir verpassten in Köln den Anschluss, dann hatte auch noch der Zug in Karlsruhe Verspätung, sodass wir um 02.00 statt um 24.00 in Basel eintrafen. So blieb uns nichts anderes übrig, als von dort das Taxi nach Hause zu nehmen. Die DB wird sich sicher über die Rechnung freuen....

Alles in Allem aber ein sehr gelungener Ausflug nach Belgien und Holland.

Highlights: Ausgang rund um den Grand Place in Brüssel, sowie Stadion und Stimmung in Utrecht. Utrecht, wir kommen wieder!